Antrag – Unterbringung verletzter Wildtiere

Eingetragen bei: Beschlussanträge im Stadtrat | 0

RathausAntragsteller:

SPD-Fraktion, Fraktion DIE LINKE, Fraktion BÜNDINS 90 / DIE GRÜNEN

Antragstitel:

Unterbringung verletzter Wildtiere

Beschlussvorschlag:

Die Stadtverwaltung wird beauftragt, zu prüfen, wie ab 2017 mit verletzten aufgefundenen Wildtieren verfahren wird.

Dazu sind folgende Institutionen und Einzelpersonen einzubeziehen:

– Stadtverwaltung mit Ordnungsamt, Veterinäramt, Tierpark/ Wildgatter, Botanischer Garten, Grünflächenamt, Umweltamt
– Tierschutzverein Chemnitz und Umgebung e.V.
– Umweltschutzverbände
– Stadträte (Benennung durch die Fraktionen)

Insbesondere soll dabei berücksichtigt werden:

– Nutzung vorhandener Ressourcen wie Wildgatter, Botanischer Garten oder Naturschutzstationen
– Möglichkeit der Zusammenarbeit mit angrenzenden Landkreisen bzw. Kommunen
– finanzielle Auswirkungen
– fachliche Voraussetzungen
– Information und Aufklärung der Bevölkerung

Begründung:

In Chemnitz gibt es keine Möglichkeit verletzt aufgefundene Wildtiere aufzunehmen. Tierpark, Umweltamt, Wildgatter, Tierheim oder Botanischer Garten stehen immer wieder vor einem großen Problem, wenn sich Bürgerinnen oder Bürger mit verletzt aufgefundenen Tieren an sie wenden.

Viele Menschen wissen nicht, an wen sie sich wenden oder wie sie sich verhalten sollen, wenn sie verletzte Tiere auffinden. Oft wenden sie sich dann ans Tierheim. Tierheime sind aber meist nicht geeignet um Wildtiere aufzunehmen. Sie benötigen eine gesonderte Pflege und Fachpersonal, welches sich auch auf Auswilderung versteht. Grundsätzlich ist es zu vermeiden, verletzte Wildtiere in zu engen Menschenkontakt zu bringen. Auch die räumliche Nähe zu Haus- und Nutztieren muss vermieden werden, um die Möglichkeit einer Auswilderung zu gewährleisten.

Außerdem ist eine bessere Information der Bevölkerung, wie mit verletzten aber auch unverletzten Wildtieren umgegangen werden sollte, geboten. Immer mehr Wildtiere verstädtern, beispielsweise durch gewollte und ungewollte Fütterung bzw. durch Populationsdruck.

Abstimmung im Stadtrat:

Ja: 26, Nein: 18, Enthaltungen: 4

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