Beschlussantrag – Naturnahe Gestaltung von Grünflächen

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Rathaus_StadtratAntragssteller: SPD-Fraktion, Fraktion Bündnis 90/ Die Grünen

Antragstitel: Naturnahe Gestaltung von Grünflächen

Beschlussvorschlag:

Der Stadtrat beauftragt die Stadtverwaltung, unter Einbeziehung der Erfahrung lokaler Initiativen die naturnahe Gestaltung von einzelnen Grünflächen zu prüfen und dem Planungs-, Bau- und Umweltausschuss bis zum Herbst 2017 zur Entscheidung vorzulegen.

Hierbei sind unter anderem folgende Punkte zu beachten:
– ökologischer Nutzen
– einmalige Herstellungskosten
– langfristiger Pflegeaufwand unter Einbeziehung der Bürgerpflege
– möglicher Einfluss auf Verkehrssicherheit
– Aufwertung des Umfelds
Begründung:
Gemeinsam haben der NABU und das Land Baden-Württemberg ein Projekt ins Leben gerufen, das die biologische Vielfalt in Kommunen fördert. Unter dem Titel „Natur nah dran“ sollen dabei unter anderem Rasenflächen in Wildblumenwiesen oder Wechselflorbeete in dauerhafte Wildstaudenflure umgewandelt werden.

Der Zustand und die Pflege von Grünanlagen war in Chemnitz in den vergangenen Jahren immer wieder ein Thema und bot häufig Grund für Kritik.
Aus der naturnahen Gestaltung von Grünflächen können sich aus unserer Sicht mehrere Vorteile ergeben.

Zum Einen bieten derartige Flächen Lebensraum für viele Tiere und Pflanzen. Gerade in Zeiten, in denen viele Insektenarten vom Aussterben bedroht sind, sollte die Stadt Chemnitz so einen kleinen Beitrag leisten, der dem entgegensteuert.
Des Weiteren können bunte Blumenwiesen den Wohnwert eines Siedlungsraumes erheblich steigern, da sie eher zum Verweilen und Staunen einladen als ein kurz gemähter Rasen.

Die Erfahrungen bestehender Chemnitzer Initiativen, wie z. B. des Saatgutgartens hinsichtlich des Einsatzes autochthonen Saatguts, sind einzubeziehen. Auch die Erkenntnisse aus dem vor etwa 10 Jahren erfolgreich zusammen mit mehreren Wohnungsgesellschaften realisierten Chemnitzer Wiesenprojekt sollen einfließen.

Bürgerpflege ist bei der Neugestaltung und Unterhaltung dieser Grünanlagen offensiv und mit dem geringstmöglichen Verwaltungsaufwand einzubeziehen.

Nichts zu vergessen ist aber auch der ökonomische Aspekt. Naturnahe, zum Teil durch Bürger gepflegte Grünflächen benötigen oft weniger kommunalen Pflege- und Personalaufwand. Dadurch könnte Geld eingespart werden, welches für andere notwendige Grünpflegemaßnahmen zur Verfügung stünde.

Abstimmung im Stadtrat:

Ja: 43, Nein: 0, Enthaltungen:

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