Mehrweg für Getränkebecher

Kaffeebecher_RoterTurmKaffee zum Mitnehmen, nicht zum Wegwerfen – unter diesem Titel soll das Thema Mehrweg für Getränkebecher in Angriff genommen werden.

Zahlreiche Städte haben bereits die Initiative ergriffen. Die Hansestadt Bremen tut es, fast die Hälfte der Bundesligavereine geht es an, auch Dresden rührt kräftig die Werbetrommel: Um den Abfallbergen der Einwegbecher entgegenzuwirken, wachsen die Initiativen, Mehrwegsysteme einzuführen.

Auch in Chemnitz sind die Coffee-to-Go-Becher in den meisten Bäckereifilialen und Kaffee-Shops allgegenwärtig und aus manchem Abfallbehälter wölben sich diese oder ihre Plastikabdeckungen heraus.

Mit einem Beschlussantrag wollen SPD, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und DIE LINKE das Thema auch in Chemnitz anpacken. Für die einreichenden Fraktionen steht dabei nicht das Verbot der Wegwerfbecher im Vordergrund, vielmehr soll von verschiedener Seite betrachtet werden, wie sich die Abfallflut eindämmen lässt. Denkbar sind dabei Pfandsysteme oder auch ein Bonussystem für Nutzer und Anbieter von Mehrwegbechern.

Kaffeebecher_ZentiDer Prüfauftrag der drei Fraktionen regt an, regionale Partner für diesen Weg zu gewinnen. Außerdem wird die Idee mit auf den Weg gegeben, das Thema auch für das Stadtmarketing einzusetzen. Ob als Plakatkampagne oder mit Bechern im Sortiment der Tourist-Information, Möglichkeiten gibt es viele.

2,8 Mrd. Pappbecher samt Plastikdeckel landen bundesweit jährlich im Abfall. Dieser Antrag soll die Chemnitzerinnen und Chemnitzer für mehr Engagement gegen den Plastikmüll gewinnen. Mehr Umweltbewusstsein steht unserer Stadt auch im Hinblick auf eine Bewerbung als Europäische Kulturhauptstadt gut zu Gesicht.

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