Proteste gegen Baumfällungen in Reichenbrand

171201_Baumfällung_ReichenbrandNach den nicht genehmigten Baumfällungen in Reichenbrand haben v.a. die Anwohnerinnen und Anwohner in Reichenbrand aber auch Vertreterinnen und Verteter mehrerer Fraktionen das Vorgehen der beauftragten Firmen verurteilt.

Die Vorsitzenden der drei Fraktionen DIE LINKE, SPD und BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN erstatteten am Montag Anzeige gegen Unbekannt.

Laut Bericht in der Freien Presse vom 01.12.2017 wurden auf dem Areal zwischen Nestler- und Amalienstraße auf einem unbebauten Grundstück zahlreiche Bäume wohl ohne Genehmigung gefällt. Anwohner berichten von bis zu 40 gefällten Bäumen, was den überwiegenden Teil des Baumbestandes auf dem Grundstück ausmacht. Die drei Fraktionen verurteilen dieses Vorgehen. Es handelte sich um ein unbebautes Grundstück, eine Baugenehmigung lag anscheinend nicht vor.

Der Verweis auf das ausschließliche Fällen von Birken ist aus Sicht der drei Fraktionen kein Grund für das Vorgehen. Zwar gibt es Ausnahmen für die Fällung bestimmter Bäume, jedoch gelten diese für bebaute Grundstücke, zu denen das betroffene nicht zähle.

Für die drei Fraktionen steht fest, dass es nicht passieren darf das Tatsachen geschaffen werden, um Bebauung durchzusetzen. Zum Umgang mit der Bereitstellung von Bauland für Wohnbebauung hatte der Vorsitzende der SPD-Fraktion Detlef Müller kürzlich deutlich gemacht, dass man Bauland durch bereits geprüfte Bauanträge an geeigneten Stellen durchaus zur Verfügung stellen solle, um der Nachfrage für den Eigenheim- und Wohnungsbau nachzukommen.

„Was jedoch nicht passieren darf, ist das Schaffen von Tatsachen, um Bebauung durchzusetzen.“, stellt Detlef Müller klar.

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