Quartiersförderung im Chemnitzer Heckert-Gebiet muss erhalten bleiben

Foto: Hans-Jürgen Richter [Fotoclub Chemnitz-Süd]
Foto: Hans-Jürgen Richter [Fotoclub Chemnitz-Süd]
Im Juni stellte die SPD Stadtrat Jörg Vieweg eine Stadtratsanfrage zur zukünftigen Quartiersförderung im Chemnitz Süden. Die Antwort der Stadtverwaltung (RA-255/2016) brachte nun endlich ein wenig Klarheit für die Bewohnerinnen und Bewohner im Heckert-Gebiet.

Insgesamt ist geplant für die soziale Stadtentwicklung im Chemnitzer Süden bis 2020 etwa 900.000 Euro zu investieren. Darunter finden sich Pläne für ein Familienzentrum sowie Maßnahmen zur Gesundheitsförderung und zur Stärkung der Umweltbildung und Medienkompetenz.

Darüber hinaus sollen etwa 65.000 Euro jährlich für die Arbeit der Quartiersmanagements in den Stadtgebieten zur Verfügung gestellt werden. Diese sind seit Jahren Schnittstelle zwischen der Verwaltung und Bürgern im Stadtgebiet und Ansprechpartner für Anwohnerinnen und Anwohner. Für die etwa 37.000 Bewohner des Heckert-Gebietes gibt es derzeit an zwei Standorten in Kappel/Helbersdorf und Morgenleite/Markersdorf/Hutholz je ein Quartiersmanagement.

Jörg Vieweg, der auch Sprecher des Bürgernetzwerks Chemnitz Süd ist, bedauert, dass die nun vorgesehenen Mittel den Erhalt dieser Strukturen nicht vollständig absichern.
„Vor dem Hintergrund des Demografischen Wandels, dem Zuzug vieler junger Familien und der Vielzahl der Aufgaben im Wohngebiet ist der Erhalt zweier Standorte unerlässlich.“ Aus Sicht von Vieweg steht der Chemnitzer Süden auch für eine kluge Stadtentwicklung. Denn das Wohngebiet drohte bis Ende der Neunziger Jahre noch auszusterben und ist heute wieder zu einem gefragten und attraktiven Wohngebiet geworden.

„Wir sind aber noch längst nicht über den Berg. Es müsse daher versucht werden, die erfolgreich etablierten Strukturen für die Bürgerinnen und Bürger zu erhalten“, so Vieweg.

Eine Hoffnung besteht, da noch nicht alle Anträge aus sächsischen Städten und Gemeinden von der Sächsischen Aufbaubank beschieden wurden. Laut Antwortschreiben stellt die Stadtverwaltung daher weitere 175.000 Euro in Aussicht. Diese sollten, so der SPD-Stadtrat, vorrangig für den Erhalt der bewährten Arbeit des Quartiersmanagements genutzt werden.

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