SPD Chemnitz stellt sich neu auf

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Auf ihrer Mitgliedervollversammlung wählten die über 40 anwesenden Mitglieder Sebastian Reichelt (35, Angestellter) mit 91,1 Prozent der Stimmen zum neuen Vorsitzenden der SPD Chemnitz. „Ich freue mich auf die vor mir liegenden Aufgaben und bedanke mich herzlich für das große Vertrauen“, so Reichelt. Ihm zur Seite stehen als stellvertretende Vorsitzende Anja Poller (41, Angestellte) und der bisherige Schatzmeister und Stadtrat Maik Otto (43, Angestellter), die mit 93,5 Prozent bzw. 95,7 Prozent der Stimmen gewählt worden. Neue Schatzmeisterin ist die Stadträtin Wilma Meyer (47, Steuerberaterin; 90,5 Prozent der Stimmen).  

„Wir haben uns viel vorgenommen“, sagt Sebastian Reichelt. „Die Steigerung der Attraktivität der Stadt sowie Verkehrsprojekte wie der Ausbau des Radwegenetzes und der Weiterbau des Südrings stehen ganz oben auf der Agenda.“

„Aber auch parteiintern haben uns die Mitglieder mit diversen Anträgen einen Rucksack an Aufgaben mitgegeben,“ ergänzt Anja Poller. „Wir wollen moderner und digitaler zusammenarbeiten, in der Stadtgesellschaft sichtbarer werden und mehr Frauen für eine aktive Mitarbeit begeistern.“

Den Vorstand komplettieren die Beisitzer*innen Heidemarie Becherer, Sandra Göbel, Rico Weiß, Alfred Mucha, Tommy Jehmlich und Thomas Martin.

Jürgen Renz, langjähriger Vorsitzender, wird vom Amt dea Vorsitzenden verabschiedet

Jürgen Renz, der seit 2016 die Chemnitzer Sozialdemokratie anführte und zuvor Beisitzer im Vorstand war, war nicht erneut angetreten; ebenso Detlef Müller, der seit 2010 stellvertretender Vorsitzender war. Außerdem kandidierten nicht erneut die Beisitzer*innen Stephanie Pietsch nach acht Jahre, Tim Jungmittag nach sechs, Julia Bombien nach zwei Jahren sowie Christian Schweiger nach einem Jahr. „Ich danke Jürgen Renz und seinem Team, das die SPD Chemnitz gut durch die letzten Jahre geführt hat, die vor allem durch die Kommunal- und Landtagswahlen geprägt waren. Als Stadträte bleiben Jürgen und Detlef für uns vertrauensvolle Ansprechpartner und ich hoffe auch, auf die anderen Mitglieder weiter zählen zu können“, so Reichelt abschließend.

Die Vollversammlung verabschiedete eine Reihe von Anträgen, darunter ein Verbot von Reichskriegsflaggen, der initiativ am Tag eingereicht wurde. Außerdem sprachen sie die Genossinnen und Genossen für eine Kommune ohne sexistische Werbung aus, dafür das institutioneller Rassismus in der Chemnitzer Verwaltung aufgeklärt und bekämpft wird, dass sich Chemnitz für Flüchtende zum sicheren Hafen erklärt und für ein Kommunalwahlrecht für Wohnungslose.

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