Stadträte fordern Erhalt der Wochenmärkte an Brühl und Ikarus

 

Wird es künftig leerer am Brühl?
Wird es künftig leerer am Brühl?

Seit August häuften sich Fragen nach dem Fortbestand der kleinen Wochenmärkte in den Stadtteilen: In den Fraktionen im Stadtrat, in den Bürgerbüros der Abgeordneten, in den lokalen Medien und vor allem an kleinen Wochenmärkten selbst.

Jacqueline Drechsler

Jörg Vieweg

In der Beantwortung der Ratsanfragen von Jacqueline Drechsler und Jörg Vieweg (SPD-Fraktion) sowie Dietmar Berger (DIE LINKE) wurde vom Ordnungsamt bestätigt, dass die beiden Standorte am IKARUS sowie an der Georgstraße am Brühl für 2019 abgeschafft werden sollten.

Die Gewerbeordnung sehe vor, dass Märkte eine „regelmäßig wiederkehrende, zeitlich begrenzte Veranstaltung“ seien und eine Mindestzahl von 12 Händlern als Richtwert angesetzt wird.Da beide Standorte die Kriterien sowohl bei der Zahl der Händler als auch der Markttage nicht erfüllen, werden diese auf die Inanspruchnahme der Flächen im Rahmen einer Sondernutzung verwiesen. Unter der dafür gültigen Satzung sind die Rahmenbedingungen für die Händler nachteiliger und die Gebühren deutlich höher.

Die unterzeichnenden Fraktionen unterstützen die Bemühungen der Anwohnerinnen und Anwohner, die am Brühl auch eine Unterschriftensammlung gestartet haben. Dafür sollten die entsprechenden Satzungen der Stadt Chemnitz überprüft und angepasst werden, um den Fortbestand zu den bisherigen Konditionen zu gewährleisten. 180928_Markt_BrühlHierzu wurde ein Beschlussantrag an den Stadtrat eingereicht. Auch in den Bürgerbüros der Landtagsabgeordneten Hanka Kliese und Jörg Vieweg wurden die besorgten Rückmeldungen der Anwohnerinnen und Anwohner entgegen genommen.

Der Erhalt der kleinen Wochenmärkte ist ein wichtiger Faktor für die Lebensqualität der Anwohnerinnen und Anwohner und steigert die Vielfalt der wohnortnahen Angebote.

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