Stadtrat ergreift Initiative zur Sicherung der Medizinischen Versorgung

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Einen wichtigen Beschluss zur Sicherung der Medizinischen Versorgung hat heute der Chemnitzer Stadtrat beschlossen.

Gegenwärtig kann der medizinische Versorgungsgrad noch als ausreichend gesehen werden, jedoch wirft ein Blick auf die Altersstruktur der niedergelassenen Ärzte die Frage auf, wie sich diese Situation in nächsten Jahren darstellen wird.

Der Sicherstellungsauftrag ärztlicher Niederlassungen liegt genau genommen bei der Kassenärztlichen Vereinigung, die somit auch eine Analyse unter- bzw. überversorgter Gebiete vornimmt. Diese werden derzeit nur nach (Alt)Landkreisen definiert, eine Betrachtung Chemnitzer Stadtteile gibt es derzeit nicht.

Diskussion zum Thema am 6. Dezember 2016 mit Chemnitzer Hausärzten, der CWE und der Kassenärztlichen Vereinigung
Diskussion zum Thema am 6. Dezember 2016 mit Chemnitzer Hausärzten, der CWE und der Kassenärztlichen Vereinigung

Nach Ansicht unserer Fraktion ist die medizinische Versorgung auch Bestandteil einer kommunalen Nahversorgung.

Auch ist es wichtig, mit ausreichend Vorlauf zu wissen, wo in absehbarer Zeit medizinische Versorgung zu sichern ist. Diese Gewinnung und Sicherung von Fachkräften ist somit der zweite zentrale Punkt des Antrags.

Schon 2014 hatte der Deutsche Städte- und Gemeindebund deutlich gemacht, dass die Städte selbst aktiv werden müssten, um ihre medizinische Versorgung dauerhaft zu sichern. Das läuft letztlich auf klassisches Standortmarketing hinaus. Möglichkeiten hierzu gibt es verschiedene, von der Hilfe bei der Einrichtung des persönlichen Umfelds mit Kinderbetreuung oder Arbeitsplatzsuche für den Lebenspartner bis hin zu Stipendien mit Niederlassungsbindung.

Bei der Umstzung dieses Vorhabens vertraut unsere Fraktion auf die Expertise CWE in der Fachkräftegewinnung. Diese soll nun einbezogen werden, wofür aber der CWE im Haushalt Mittel bereitzustellen sind, damit diese ihre Kompetenzen auch für die medizinischen Berufe auszubauen kann.

Mit dem Weiterbildungsverbund „Initiative Chemnitzer Hausärzte“ steht ein weiterer Partner bereit, der sich um den Verbleib des medizinischen Nachwuchs in Chemnitz kümmert, so dass ein rundes Paket geschnürt ist, in dem alle relevanten Akteure eingebunden sind.

Mit dem Antrag der Fraktionen SPD, Die Linke und VOSI/ PIRATEN wie auch ein ergänzender Änderungsantrag von Bündnis 90/ Die Grünen wurde somit  die Initiative ergriffen, die Sicherung der  medizinischen Versorgung aktiv und mit den richtigen Akteuren zu unserer Aufgabe als Stadt zu machen, bevor  ein möglicher Ärztemangel diese einholt.

Nachzulesen hier.

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