Stellungnahme zum Schreiben des Insolvenzverwalters des Chemnitzer FC

Die Fraktionen von SPD, CDU/FDP, DIE LINKE und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN nehmen Stellung zum Anschreiben des Insolvenzverwalters des Chemnitzer FC.

Insolvenzverwalter Klaus Siemon informierte die Stadträtinnen und Stadträte in seinem Schreiben vom 18.10.2018 sehr ausführlich über seine Sichtweise zu Insolvenzursachen und Sanierungsmaßnahmen. Darüber hinaus zeigte er seine Vorstellungen zur konzeptionellen Neuausrichtung des Vereins auf und stellte diese für den sportlichen Bereich, das Budget und die Neuordnung der Verhältnisse zur Stadt Chemnitz dar.

Die Fraktionen von CDU/FDP, DIE LINKE, SPD und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN begrüßen die ausführliche Darstellung.

170916_Stadion_2Zugleich stellen sie fest, dass die Stadt Chemnitz durch mehrere Stadtratsbeschlüsse (auf Grundlage der seinerzeit vorliegenden Informationen) bereits sehr weit reichende Unterstützung geleistet hat. Diese Aussage bezieht sich sowohl auf den Neubau des Stadions als auch auf dessen Betreibung. Beispielsweise wurden die Kosten für den Spielbetrieb von 1,8 Mio. € auf 690.000 € gesenkt.

CFC_FlutlichtDarüber hinaus unterhält die Stadt Chemnitz für den CFC den Nachwuchskomplex am Neubauernweg, was aus unserer Sicht einmalig in der Chemnitzer Sportszene ist. Hinzu kommt das Engagement der Stadt im Rahmen des „Schulkonzeptes Sport“ für die Eliteschule des Fußballs. Damit finanziert die Stadt Chemnitz den größten Teil der professionellen Nachwuchsentwicklung.

Die an dieser Stelle exemplarisch aufgeführten Beispiele untersetzen das bereits jetzt hohe nachweisbare Engagement der Stadt Chemnitz. Aus Sicht der vier Fraktionen lassen sich weitere Forderungen oder Verpflichtungen nicht ableiten.

In Bezug auf vereinsinterne und insolvenzrechtliche Abläufe äußern sich die Fraktionen nicht. Es sind weder alle Hintergründe bekannt, noch sind diese Aspekte politisch zu bewerten. Klärungsbedarf sehen die vier Fraktionen, ob mit der Ausgliederung der Profiabteilung der weiter bestehende Verein vollständig entschuldet ist. Die Frage zielt vor allem auf den Nachwuchsbereich. Hier wird eine besondere Verantwortung des Stadtrats gesehen, weshalb die Bereitschaft besteht auch weiterhin Unterstützung – wie auch bei anderen Chemnitzer Sportvereinen – zu leisten.

Die Weiterführung des Spiel- und Geschäftsbetriebes untersteht der Entscheidung des Insolvenzverwalters, der Gesellschafter und dem Verein selbst. Es ist nicht die Absicht der Stadträtinnen und Stadträte, von außen Einfluss zu nehmen.

Grundsätzlich besteht in den Fraktionen die Bereitschaft zu einem Austausch und konstruktiven Gesprächen über alternative Lösungswege.

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