

Der zuständige Fachausschuss des Chemnitzer Stadtrates hat die Kommunale Wärmeplanung gebilligt. Als nächster Schritt wird das Konzept öffentlich ausgelegt. Außerdem findet am Donnerstag, den 29. Januar eine Informationsveranstaltung für die Öffentlichkeit statt, bei der die Wärmeplanung vorgestellt und erläutert wird.

„Die Stadt Chemnitz ist gesetzlich verpflichtet, eine Kommunale Wärmeplanung zu erstellen. Stadträte mehrerer Fraktionen haben im letzten Monat noch Verbesserungen erreicht“, erklärt SPD-Stadtrat Jörg Vieweg, Sprecher für Umwelt und Energie.
Kritik hatte es vor allem an der ursprünglichen Fassung gegeben. Diese setzte stark auf Fernwärme und Wasserstoff. Inzwischen wurde das Konzept überarbeitet. „Es ist gelungen, mehr Offenheit für unterschiedliche Technologien und auch für dezentrale Lösungen aufzunehmen. Grundsätzlich haben Eigentümerinnen und Eigentümer weiterhin Wahlfreiheit“, so Jörg Vieweg.
Seiner Fraktion sei es besonders wichtig gewesen, auch Wärmepumpen als Möglichkeit der Wärmeversorgung zu berücksichtigen. Gleichzeitig müsse sichergestellt werden, dass dafür Strom zu bezahlbaren Preisen zur Verfügung steht.

Auf einen weiteren Punkt weist SPD-Stadtrat und Sprecher für kommunale Daseinsfürsorge Detlef Müller hin: „Ursprünglich war angekündigt, dass die Wärmeplanung straßen- oder sogar adressgenau zeigt, welche Wärmequellen möglich sind. Das leistet das vorliegende Konzept aktuell noch nicht.“
Positiv bewertet Detlef Müller jedoch, dass die Verwaltung nachgebessert hat und das Konzept um einen Anhang mit Verbraucherhinweisen ergänzt. „Wichtig ist, bei der Informationsveranstaltung klar zu sagen, was die Wärmeplanung leisten kann – und was nicht. Wenn weiter sorgfältig an dem Konzept gearbeitet wird, kann es für Chemnitzer Eigentümer und Mieter eine hilfreiche Orientierung sein“, so Detlef Müller.